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`!Kinzig-Murg-Rinne`! ist die Bezeichnung für eine feuchte `F33f`_`[Senke`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Senke_(Geographie)]`_`f am Ostrand der `F33f`_`[Oberrheinebene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oberrheinische_Tiefebene]`_`f entlang von `F33f`_`[Schwarzwald`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwarzwald]`_`f, `F33f`_`[Kraichgau`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kraichgau]`_`f und `F33f`_`[Kleinem Odenwald`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kleiner_Odenwald]`_`f.

Die Senke lässt sich von der Stadt `F33f`_`[Bühl`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bühl]`_`f im Süden bis südlich von `F33f`_`[Heidelberg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Heidelberg]`_`f nachweisen. Südlich von Bühl ist die Randsenke kaum von der Rheinrinne trennbar. Besonders ausgeprägt ist sie im Bereich von `F33f`_`[Karlsruhe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Karlsruhe]`_`f;`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f] weiter nördlich folgt sie dem Rand des Kraichgaus bis zum `F33f`_`[Neckarschwemmkegel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Neckarschwemmkegel]`_`f. Nördlich von Heidelberg sind ähnliche Senken nachweisbar, die früher von `F33f`_`[Neckararmen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Neckar]`_`f durchflossen wurden.`:cite-ref-3[`F5bf`_`[2.1`#cite-note-3]`_`f]

Die Bezeichnung `*Kinzig-Murg-Rinne`* geht auf den Geologen `F33f`_`[Hans Thürach`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hans_Thürach]`_`f zurück, der 1912 von einem `*Kinzig-Murg-Fluss`* sprach. Dieser Fluss habe nach dem Ende der `F33f`_`[Würmeiszeit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Würm-Kaltzeit]`_`f bei `F33f`_`[Lahr`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lahr/Schwarzwald]`_`f begonnen, die Schwarzwald-Flüsse `F33f`_`[Schutter`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schutter_(Kinzig)]`_`f, `F33f`_`[Kinzig`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kinzig_(Rhein)]`_`f und `F33f`_`[Murg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Murg_(Oberrhein)]`_`f aufgenommen und sei bei `F33f`_`[Hockenheim`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hockenheim]`_`f in den `F33f`_`[Rhein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rhein]`_`f gemündet. `F33f`_`[Johann Gottfried Tulla`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Johann_Gottfried_Tulla]`_`f führte 1822 die Senke auf einen als `*Deutschen Rhein`*, `*Ostrhein`* oder `*Bergrhein`* bezeichneten Fluss zurück, der südlich vom `F33f`_`[Kaiserstuhl`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kaiserstuhl_(Baden)]`_`f vom Hauptstrom abzweigte, die Zuflüsse aus den Randgebirgen aufnahm und sich oberhalb von `F33f`_`[Mainz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mainz]`_`f wieder mit dem Rhein vereinigte.`:cite-ref-5[`F5bf`_`[3.1`#cite-note-5]`_`f]

Nach neueren Veröffentlichungen war die Randsenke nach der Würmeiszeit, wenn überhaupt, dann nur für kurze Zeit das Bett eines durchgängig verlaufenden Flusses. Dies betrifft insbesondere den Abschnitt zwischen `F33f`_`[Grötzingen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Grötzingen_(Karlsruhe)]`_`f und Heidelberg, in dem `F33f`_`[Sedimente`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sedimentation]`_`f aus dem Schwarzwald nicht nachweisbar sind und Altersdatierungen von `F33f`_`[Mooren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Moor]`_`f belegen, dass Verlandungsprozesse bereits späteiszeitlich einsetzten.`:cite-ref-7[`F5bf`_`[4.1`#cite-note-7]`_`f]`:cite-ref-8[`F5bf`_`[3.2`#cite-note-8]`_`f] Die Bezeichnung `*Kinzig-Murg-Rinne`* wird deshalb zum Teil verworfen, stattdessen wird das Gebiet als `*Talrandrinnensystem`*, `*Randsenke`*, `*Randniederung`* oder `*Randrinne`* bezeichnet.`:cite-ref-9[`F5bf`_`[2.2`#cite-note-9]`_`f]`:cite-ref-10[`F5bf`_`[4.2`#cite-note-10]`_`f]`:cite-ref-11[`F5bf`_`[3.3`#cite-note-11]`_`f] Die Entstehung der Randsenke wird zum Teil auf tektonische Ursachen zurückgeführt: Der Oberrheingraben entstand als `F33f`_`[Grabenbruch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Grabenbruch]`_`f, wobei seine östlichen Teile am tiefsten einsanken. Es wird angenommen, dass sich diese `F33f`_`[Senkungen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hebung_(Geologie)]`_`f noch bis in die Gegenwart fortsetzen.`:cite-ref-12[`F5bf`_`[3.4`#cite-note-12]`_`f]`:cite-ref-9-1[`F5bf`_`[2.2`#cite-note-9]`_`f]

In historischer Zeit wurde das Sumpfgebiet, das sich in der Randsenke gebildet hatte, nach und nach trockengelegt. Noch heute finden sich aber entlang der Kinzig-Murg-Rinne einige Feuchtgebiete von hohem ökologischem Wert, wie beispielsweise das `F33f`_`[Weingartener Moor`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Weingartener_Moor]`_`f oder das `F33f`_`[Federbachbruch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Federbachbruch]`_`f zwischen `F33f`_`[Muggensturm`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Muggensturm]`_`f und `F33f`_`[Malsch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Malsch_(Landkreis_Karlsruhe)]`_`f. Zudem kommen `F33f`_`[Erlenbruchwälder`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erlenbruchwald]`_`f vor.

Die Randsenke war auch für die Anlage von Siedlungen bedeutsam. Siedlungen wurden insbesondere auf den `F33f`_`[Schwemmkegeln`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwemmkegel]`_`f der Bäche aus den Randgebirgen oder auf sogenannten Hursten, linearen `F33f`_`[Kiesrücken`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kies]`_`f innerhalb der Senke, angelegt.`:cite-ref-13[`F5bf`_`[2.3`#cite-note-13]`_`f] So entstand der Ort `F33f`_`[Rüppurr`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rüppurr]`_`f, heute ein Stadtteil von Karlsruhe, vor rund 900 Jahren auf noch erkennbaren Kiesablagerungen der Kinzig-Murg-Rinne. Inzwischen ist im Ortsbild das historische Gewässer nicht mehr erkennbar. Jedoch bilden sich bei Überflutungen der `F33f`_`[Alb`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Alb_(Oberrhein)]`_`f auf den umliegenden Feldern wieder ausgedehnte Seen und Wasserläufe, die die Rinne erkennen lassen.

>>Contents

• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f

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>>Einzelnachweise

`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f `*Naturführer Karlsruhe. Oberwald.`* (PDF, 3,4 MB) Umweltamt Stadt Karlsruhe, S. 2, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. März 2012 (zum Verlauf in Karlsruhe).@1@2Vorlage:Toter Link/karte.wanderwalter.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
`:`!1.`! Gerhard H. Eisbacher: Karlsruhe und seine Region. Nordschwarzwald, Kraichgau, Neckartal, Oberrhein-Graben, Pfälzerwald und westliche Schwäbische Alb (= Sammlung geologischer Führer. Band 103). Borntraeger, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-443-15089-1.
`:`!2.`! Kurt Metzger: Geologie und Bodenkunde. In: Dieter Hassler (Hrsg.): Wässerwiesen: Geschichte, Technik und Ökologie der bewässerten Wiesen, Bäche und Gräben in Kraichgau, Hardt und Bruhrain. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 1995, ISBN 3-929366-20-7, S. 97–112.
`:`!3.`! Konrad Raab: Moore und Anmoore in der Oberrheinebene. Hrsg.: Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (= Handbuch Boden – Materialien zum Bodenschutz. Band 6). Mannheim 1997, ISBN 3-88251-253-9 (lubw.de).

>>Weblinks

Commons

: Kinzig-Murg-Rinne

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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